Die Muttermilch und das erste Flascherl genoss ich in Hallein, wo mir auch während der Volks- und Hauptschulzeit die Pausenbrote geschmiert wurden. In diese Zeit fielen auch meine ersten Kochversuche. Das erste selbstgemachte Etwas waren Dosenkarotten und –erbsen mit Speck püriert. Nicht so prickelnd. Das erste Rezept, welches auch einige weitere Male zur Anwendung kam, war ein Schweinekotelett, gebraten mit Dosenpfirsich-Curry-Soße und Nudeln.
 
Danach wollte ich wirklich Koch werden. Da ich aber etwas Gescheites lernen sollte, genoss ich fortan mein Frühstücksalzstangerl im Jahnhof in Salzburg, gefolgt von unzähligen Leberkäsweckerln und Wurstsemmeln in der Handelsschule. Die Abkürzung LKW stand für mich seither nur mehr für Leberkäsweckerl.
 
Diese Zeit war kulinarisch ebenso entbehrlich, wie jene beim Bundesheer. Hier kann ich mich noch gut an einen „schönen, fetten“ Jungschweinebraten erinnern, dessen Farbe eher an das Deckweiß der Pelikanwasserfarben erinnerte. Ja und da war dann noch die Hasenkeule mit hohem Eisengehalt dank feinster Schrotkugeln.
 
Beruflich schlug ich den Weg in die Logistik ein. Kochtechnisch versuchte ich mich am zweiten Bildungsweg – will heißen: ich kochte am Abend zu Hause. Einen meiner Urlaube verbrachte ich in Süditalien nicht am Strand, sondern in der Küche eines kleines Restaurants. 
 
Um die Jahrtausendwende verknüpfte ich die Logistik mit der Kulinarik – ich versuchte mich sehr erfolgreich in der Lebensmittellogistik. Kochtechnisch war ich in dieser Zeit auch aktiv, so hielt ich sieben Jahre Kurse an der Volkshochschule und schrieb mein erstes Kochbuch – damals noch als CD-Rom. Das gute alte Buch aus Papier wäre im Nachhinein zwar besser gewesen (wer verwendet heute noch CDs?) – aber zumindest sah das gut aus.

Die letzten sechseinhalb Jahre schnupperte ich dann doch ins Gastgewerbe hinein. Ich war als Logistikleiter für die Zustellung von Lebensmitteln eines Großmarktes dafür verantwortlich, dass die Köche etwas zu arbeiten hatten.
 
Irgendwann im Laufe des Herbst 2015 entschloss ich mich, mein Hobby zum Beruf zu machen und das zu tun, was mir am meisten Spaß macht. Der Umgang mit Menschen und das Kochen sollten von nun an mein erwerbstechnischer Lebensinhalt werden. Für mich stand und steht der Spaß und die Freude an meinem Tun und das Lachen im Vordergrund und so möchte ich das auch in meinen Kursen und Veranstaltungen halten.

 
Freue mich auf euch - Saluti